Josef von Lassolaye (* 4. April 1746 in Gernsbach; † 22. März 1822 in Rastatt;Liste der Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden (PDF; 63 kB), abgerufen am 9. Oktober 2016. vollständiger Name und Alternativschreibweise: Joseph Valerius Ignaz Anton Johannes Nepomuk Freiherr von Lassollaye)Zur Familie und zur Schreibweise des Namens vergleiche: Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1861 S. 409f war ein deutscher KreisdirektorLandesarchiv Baden-Württemberg: Sammelakte 436 Nr. 650 des Studienfonds und Staatsrat. Herkunft Seine Eltern waren Karl Wilhelm Ignaz Anton Lassolaye (* 11. Juli 1710; † 16. August 1782) und Maria Anna von Schlichten. Leben Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Straßburg ab 1762 trat er in den markgräflichen Staatsdienst, zunächst als Hofrat. 1792 wurde er Obervogt, 1805 Landvogt der Grafschaft Eberstein um Gernsbach und 1810 Direktor des Murgkreises.

Lassolaye besaß in der Stadt Baden mehrere Ländereien und förderte den Fremdenverkehr der Stadt, insbesondere den Straßenbau. Nach der Vereinigung des Badener Lyzeums mit der Piaristenschule in Rastatt im Jahr 1808 kaufte er das Kollegsgebäude für 20.000 Gulden, welches durch Friedrich Weinbrenner zum ersten Kurhaus mit Spielbank umgestaltet wurde. Am 27. Juli 1812 erwarb die Großherzogliche Badeanstalten-Commission von ihm sein auf der linken Oos-Seite liegendes Hofgut für 18.000 Gulden, da . Nach Plänen Weinbrenners zur Modernisierung der Kurstadt entstanden dort das neue Kurhaus mit Casino, der Kurgarten und die Trinkhalle. Aufgrund seiner Verdienste um die Stadt wurde er am 9. April 1811 mit der ersten Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet.

mini|Grabmale für Joseph von Lassolaye (links) und seine Frau bei der Gernsbacher Liebfrauenkirche Lassolaye starb am 22. März 1822 in Rastatt; seine Grabstätte befindet sich in seinem Geburtsort Gernsbach. Am 10. Oktober 1773 heiratete er in Völkersbach seine Frau Maria Anna geborene Ünsin, die ihm elf Kinder gebar, darunter: Karl Felix (* 19. Oktober 1784; † 31. Oktober 1863), badischer Generallieutenant ⚭ Maria Micaela de Uria y Alcedo (1788–1870) Josepha (* 1795; † 1824) ⚭ Ludwig Friedrich Wilhelm von Gemmingen (* 1794; † 1858) Literatur Helmut Steigelmann: Staatsrat Joseph von Lassolaye und das Murgtal. In: Landkreis Rastatt (Hrsg.): Um Rhein und Murg. Heimatbuch des Landkreises Rastatt. Zwölfter Band 1972, S. 74–79.

Weblinks Cornelia Renger-Zorn: Joseph von Lassolaye. Pionier der Moderne in Gernsbach und Baden-Baden. Lassolaye bei wikitree Ralf Bernd Herden, Die Hi-Story derer von Lassolaye, (pdf) Joseph von Lassolaye – ein Kurzfilm zum 200. Todestag von Regina Meier, Cornelia Renger-Zorn und Ulrich Maximilian Schumann

Einzelnachweise

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