Dorothea Meissner (* 18. Juli 1949 in Brandenburg an der Havel; † 5. März 2010 in Rostock) Volkstheater Rostock war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben Meissner absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule Rostock und in Ost-Berlin. Erste Theaterengagements hatte Meissner unter anderem am Deutschen Theater Berlin und am Volkstheater Rostock. 1972 kam Meissner an das Volkstheater Rostock und war dort fast 40 Jahre festes Ensemblemitglied. Volkstheater Rostock

In den 1970er-Jahren war Meissner auch in einigen wenigen Rollen in Spielfilmen und in Fernsehfilmen des Fernsehens der DDR zu sehen. So spielte sie unter anderem 1971 in dem DEFA-Film Die Russen kommen unter der Regie von Heiner Carow.

Besondere Bekanntheit erlangte Meissner durch die deutsche Synchronisation der Rolle des Aschenbrödel in dem mittlerweile zum Weihnachtsklassiker gewordenen Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Webseite des Films Drei Haselnüsse für Aschenbrödel Auch in dem russischen Märchenfilm Die Prinzessin auf der Erbse ist sie als Synchronstimme in der deutschen Fassung zu hören. 1980 lieh sie diese Kay Harding in der DEFA-Synchronisation des Films Die Kralle unter dem Titel Die scharlachrote Kralle. Meissner arbeitete auch mehrfach als Sprecherin für Hörspiele. Unter anderem sprach sie 1973 die Rolle der Prinzessin in einer DDR-Hörspielproduktion des Märchens Der Schweinehirt von Hans Christian Andersen.Die wilden Schwäne/Der Schweinehirt Homepage DDR-HörspieleHans Christian Andersen – Der Schweinehirt / Die Wilden Schwäne Eintrag bei Discogs. Dort wurden die Besetzungen der beiden Märchen allerdings vertauscht. Das abgebildete LP-Cover enthält die korrekte Besetzung. Dorothea Meissner wirkte nur in Der Schweinehirt mit. Meissner war auch als Rezitatorin tätig. Im Rahmen der Literatur- und Filmwoche Rostock las sie 2000 in Rostock unter dem Motto Liebesbriefe an Adolf Hitler – Briefe in den Tod aus Liebesbriefen, die Frauen an Adolf Hitler schrieben. (PDF; 59 kB) Programm, Archiv 2000

In der Wendezeit eher mit kleineren Rollen bedacht, gelang ihr 1991 als Puppe Lina in Joshua Sobols Ghetto (Regie: Meinhard Zanger) ein fulminantes Comeback. Im Jahr 2000 spielte Dorothea Meissner am Volkstheater Rostock in der Uraufführung des Stücks Phobiker! von Daniel Call.Sprachschnitzel im Udo-Jürgens-Schmalz Kritik zur Uraufführung in: Die Welt vom 3. März 2000 2002 verkörperte sie den alten Ratsherrn Gonzalo in dem Theaterstück Der Sturm von William Shakespeare in der Eröffnungsinszenierung der neuen Schauspieldirektorin Johanna Schall.Gestürmte Bude. In: Berliner Zeitung, 8. Oktober 2002; Bericht und Kurzkritik 2003 spielte sie am Volkstheater Rostock in der Krimikomödie Acht Frauen von Robert Thomas.Acht Frauen Besetzung auf der Homepage des Bühnenbildners Nicolaus-Johannes Heyse 2006 trat sie in der Rolle der Celia Peachum in Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill auf.Die Dreigroschenoper Besetzung und Kritiken bei musicalzentrale.de In der Spielzeit 2009/10 übernahm sie dort an der Seite von Jens Knospe in der Wiederaufnahme erneut die Rolle der alternden, aber rüstigen Lily in der Komödie Sechs Tanzstunden in sechs Wochen von Richard Alfieri. Volkstheater Rostock 2007 wirkte Meissner als Sprecherin in einer Aufführung des szenischen Oratoriums König David von Arthur Honegger in der St.-Johannis-Kirche in Rostock mit.Konzertrückschau Webseite der St.-Johannis-Kirche Rostock

Kurz vor ihrem Tod stand Meissner noch im Januar 2010 in Steffen Menschings musikalischem Schauspiel Das Ballhaus im Volkstheater Rostock auf der Bühne. Website des Volkstheaters Rostock Sie starb am 5. März 2010 im Alter von 60 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. In: Ostsee-Zeitung vom 7. März 2010

Filmografie 1968/87: Die Russen kommen als Christine 1971: Karriere als Christine 1971: Die kürzeste Nacht (Fernsehfilm) 1971: Schwarzes Schaf (Fernsehfilm) 1972: Jule - Julia - Juliane (Miniserie) 1972: Der Dritte 1973: Der Staatsanwalt hat das Wort: Wunder dauern etwas länger (TV-Reihe) 1973: Das liebe, alte Haus (Fernsehfilm) als Saschenka 1975: Damals in Sevilla (Fernsehfilm) als Rosita 1975: Das Sommerhaus (Fernsehfilm) als Antje Zalewski 1975: Bin ich Moses? (Fernsehserie, 2 Folgen als Vera) 1976: Keine Hochzeit ohne Ernst (Fernsehfilm) als Cecily 1976: Das Mädchen Krümel (7-teilige TV-Serie als Martha 'Krümel' Dehnert) 1983: Bühne frei (Fernsehserie, Folge 2 Ein Mädchen kommt selten allein als Beate Barelli) 1988: Bereitschaft Dr. Federau (Fernsehserie, Folge 5 Verklemmung als Heike Liebetraut)

Theater 1971: Friedrich Schiller: Der Parasit (Charlotte) – Regie:Herwart Grosse (Deutsches Theater Berlin – Kleine Kommödie)

Synchronrollen 1971: Libuše Šafránková in Die Großmutter (Babička, TV) als Barunka 1973: Libuše Šafránková in Drei Haselnüsse für Aschenbrödel als Aschenbrödel 1974: Miroslava Šafránková in Kleines Fräulein Robinson als Bláza 1977: Irina Jurewitsch in Die Prinzessin auf der Erbse als eitle Prinzessin 1980: Kay Harding in Sherlock Holmes: Die Kralle als Marie Journet 1983: Dagmar Veškrnová in Zwei feurige Damen als Hexe Magdalena

Hörspiele 1973: Ulrich Waldner: Frau Lämmlein (Juliane) – Regie: Joachim Gürtner (Hörspielreihe: Neumann, zweimal klingeln – Rundfunk der DDR) 1973: Hans Christian Andersen: Der Schweinehirt (Prinzessin) – Regie: Edgar Kaufmann, Barbara Plensat (Kinderhörspiel – Litera) 1974: Hans Siebe: Die roten Schuhe (Sibylle) – Regie: Barbara Plensat (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR) 1974: Giorgio Bandini: Der verschollene Krieger (Sprecherin) – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – Rundfunk der DDR)

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Einzelnachweise

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