Liste bedeutender Rangierbahnhöfe in geographischer Ordnung.

Angeführt sind wichtige Rangierbahnhöfe mit Bildung von Ferngüterzügen beziehungsweise mit großem Transportaufkommen oder mit sehr umfangreichen Gleisanlagen bei geringerem Transportaufkommen, die zudem in der Regel wenigstens einen Ablaufberg besitzen.

Während die Namen der Eisenbahnkomplexe und Städte, soweit allgemein gebräuchlich, im deutschsprachigen Exonym angegeben sind, sind die eigentlichen Rangierbahnhöfe mit den offiziellen endonymen Eigennamen in der jeweiligen Sprache beziehungsweise bei Sprachen mit nichtlateinischen Alphabeten in der wissenschaftlichen Transliteration statt deutscher Umschrift (Transkription) bezeichnet, damit in jedem Falle (auch für die nichtdeutschsprachige Leserschaft) eine Rückführung in die Herkunftssprache zwecks Auffindens in Karten beziehungsweise vor Ort möglich ist. In Eisenbahnkomplexen mit mehreren Rangierbahnhöfen sowie bei Rangierbahnhöfen, aus deren Namen der entsprechende Eisenbahnkomplex bzw. -knoten nicht erkennbar ist und bei Rangierbahnhöfen, deren fremdsprachiger Eigenname vom deutschsprachigen Namen des Eisenbahnkomplexes abweicht, ist der (deutschsprachige) Name des Eisenbahnkomplexes in Kursivschrift vorangestellt. Soweit bekannt, ist die Anzahl der Richtungsgleise in Klammern angegeben, wobei doppelte Zahlen (xx + xx) deren Anzahl für jeweils jedes einzelne Rangiersystem in zweiseitigen Rangierbahnhöfen anzeigen.

Nicht aufgeführt sind kleinere Rangierbahnhöfe mit mehrheitlich Ortsverkehr und/oder nur wenigen Gleisen, teilweise stillgelegte Rangierbahnhöfe mit nur mehr geringem Verkehr oder Gebrauch nur mehr zum Abstellen von Eisenbahnwagen, Rangierbahnhöfe von Anschlussbahnen der Industriewerke und Häfen sowie vollständig stillgelegte Rangierbahnhöfe.

Für die Vollständigkeit und Aktualität kann keine Garantie übernommen werden, da vollständige und Teilstillegungen von Rangierbahnhöfen nur selten offiziell oder in der Fachliteratur vermeldet werden, sondern diese – auch im Hinblick auf die Geheimhaltung in vielen Ländern aus militärischen Gründen – oft nur nach Vollzug vor Ort festgestellt werden können.

Europa Britische Inseln

Irland (Insel): Weder in der Republik Irland noch im zu Großbritannien gehörenden Nordirland gibt es Rangierbahnhöfe, zumal in Nordirland der Schienengüterverkehr bereits vollständig eingestellt wurde. Großbritannien (Insel) (ohne Nordirland, siehe oben): Hier wurden bis 1984 alle Rangierbahnhöfe stillgelegt. Es besteht nur mehr ein geringer Einzelwagenladungsverkehr, für den nur mehr in wenigen Güterbahnhöfen ohne Ablaufberg rangiert wird (teilweise in den Resten ehemaliger Rangierbahnhöfe, dann nachstehend gekennzeichnet mit *): England Birmingham: Bescot Yard* Carlisle: Kingmoor Yard* Crewe: Basford Hall Yard* (einziger für den Verkehr mit Containerzügen spezialisierter Güterzugs-Knotenbahnhof Großbritanniens) Doncaster: 1 Bahnhof bestehend aus den Bahnhofsteilen Decoy Yard* und Belmont Yard* London: Wembley Yard (Neubau auf einem Teil des Geländes des ehemaligen Rangierbahnhofes Willesden Yards) Middlesbrough: Tees Yard* Warrington (für den Ballungsraum Liverpool/Manchester): Arpley Yard Schottland Glasgow: Mossend Wales Newport: Alexandra Dock Junction

Skandinavien

Norwegen: Bis 2003 wurden alle Rangierbahnhöfe stillgelegt. Schweden: Gävle (18) Borlänge (24) Hallsberg rbg (32) Göteborg: Sävenäs (34) Helsingborg gbg. (24) Malmö gbg. (godsbangård) (26) Finnland: Tampere: Viinikka (31) Riihimäki: Korttio (20) Kouvola (37) Dänemark: Bis 2002 wurden alle Rangierbahnhöfe stillgelegt.

Baltische Länder und Oblast Kaliningrad

Estland: Tapa (12) Lettland: Ventspils (15) Riga: Rīga-Šķirotava (26) Rēzekne II (10) Daugavpils-Šķirošanas (26) Litauen: Šiauliai: Radviliškis (28) Vilnius: Vaidotai (20) Russische Exklave Kaliningrad: Kaliningrad (ehemaliges Königsberg (Preußen)): Kaliningrad-Sortirowotschny (23)

Osteuropa

Belarus Maladsetschna: Maladetschna (11) Minsk: Minsk-Sartawalny (21) Orscha: Orscha-Zentralnaja (12?) Mahiljou: Mahiljou II-na-Dnjapro (16) Gomel: Gomel-Sartawalny (sehr ungewöhnlich angelegter zweiseitiger Rangierbahnhof, dessen beide Rangiersysteme als einzelne Bahnhofteile an zwei verschiedenen Strecken liegen, und zwar: Gomel-Njazotny [ungerade] mit 21 Richtungsgleisen an der Strecke nach Minsk und Gomel-Zotny [gerade] mit 12 Richtungsgleisen an der Strecke von Brest) Baranawitschy: Baranawitschy-Zentralny (15) Brest-Wostotschny (Ostbahnhof, 10 + 13) Brest-Sewerny (Nordbahnhof, 12 + 12: zweiseitiger Spurwechselbahnhof mit räumlich getrennten Systemen) Ukraine (Vorkriegszustand, aktueller Zustand nicht mehr feststellbar) Konotop Kiew: Darnyzja (24 + 18) Kowel: Kowel (11) Lemberg: Klepariw (19), Lwiw-Sachod (Westbahnhof, liegt neben dem Hauptbahnhof; 20) Tschop: Tschop (16), Wuslowoje (16) Schmerynka/Winnyzja: Schmerynka-Podilska (20) Snamjanka: Snamjanka-Sortuwalna (28) Krementschuk: Krementschuk-Tscheredniki (24) Poltawa: Poltawa-Piwdenna-Sortuwalna (Südbahnhof-Rangierbahnhof) (17) Charkiw: Osnowa (28 + 20), Charkiw-Sortuwalnyj (22) Kupjansk: Kupjansk-Sortuwalnyj (15 + 22) Donezbecken (Donbass): Krasnyj Lyman (zweiseitig, 32 + 24) Horliwka: Mykytjiwka (15 + 17) (auf Grund der russischen Invasion bis auf weiteres stillgelegt) Debalzewe: Debalzewe-Sortuwalna (29 + 23) (auf Grund der russischen Invasion bis auf weiteres stillgelegt) Ilowajsk: Ilowajsk (17 + 12) (auf Grund der russischen Invasion bis auf weiteres stillgelegt) Donezk: Jassynuwata-Sortuwalna (32 + 41) (auf Grund der russischen Invasion bis auf weiteres stillgelegt) Krasnoarmijsk (12) Wolnowacha: Wolnowacha (22) Saporischschja: Saporischschja-Liwe (22) Dnipro: Nischodniprowsk-Wusol (31 + 16) Krywyj Rih: Kriwoi Rog-Sortuwalnyj (21) Odessa: Odessa-Sortuwalna (19), Odessa-Sastawa I (22) Rosdilna: Rosdilna-Sortuwalna (28) Mykolajiw: Mykolajiw-Sortuwalnyj (18) Dschankoj: Dschankoj (24. Ob der Rangierbahnhof seit der Annexion der Krim an Russland noch in Betrieb ist, ist zurzeit nicht feststellbar.) Republik Moldau Chișinău (12) Transnistrien Kein Rangierbahnhof #Russland

Ostmitteleuropa Polen Stettin: Szczecin Port Centralny Thorn: Toruń Towarowy (16) Warschau: Warszawa Praga (30) Małaszewicze Południowa (Südbahnhof) Posen: Poznań Franowo (32) Łódź Olechów (24) Lublin Tatary (24) Skarżysko-Kamienna (32) Kielce Herbskie (21) Breslau: Wrocław Brochów (31) Tarnowskie Góry/Kattowitz: Tarnowskie Góry Rozrządowa (32 + 32) Kattowitz: Łazy (32), Jaworzno Szczakowa (26), Zabrzeg Czarnolesie (32) Krakau: Kraków Prokocim Towarowy (32) Przemyśl: Medyka Towarowa Tschechien Děčín hlavní nádraží (14) Most Nové nádraží (30) Pilsen: Plzeň seřaďovací nádraží (22) Prag: Praha-Libeň (15) Nymburk hlavní nádraží (29) Česká Třebová seřaďovací nádraží (38) Ostrava hlavní nádraží (20 + 20) Přerov přednádraží (32) Brünn: Brno-Maloměřice (23) České Budějovice seřaďovací nádraží (22) Břeclav přednádraži (13) Slowakei Žilina-Teplička: (18, seit 2012 in Betrieb) Košice nákladná stanica (21) Zvolen východ (12) Čierna nad Tisou (21 + 16) Bratislava-Východ (Ostbahnhof, 37) Štúrovo (26) Ungarn Budapest Ferencváros rendező pu. (32) Miskolc rendező pu. (30) Záhony: Fényeslitke Déli rendező pu. (Bahnhofteil Süd Rangierbahnhof, 24)

Deutschland

mini|Maschen Rangierbahnhof mini|Rangierbahnhof Hagen-Vorhalle mini|Richtungsgruppe des Rangierbahnhofs Kornwestheim Rbf mini|Luftbild des Nürnberger Rangierbahnhofs

In Deutschland werden künftig von der DB Cargo die nachstehend fett gekennzeichneten, neun Rangierbahnhöfe mit überregionaler Bedeutung betrieben. Die zusätzlich aufgeführten, als Knotenbahnhöfe kategorisierten Rangieranlagen übernehmen vor allem regionale Aufgaben, vereinzelt aber auch Fernzugbildungen. Nach Fertigstellung des Rangierbahnhofes Halle (Saale) haben die damals noch als Rangierbahnhof geführten Anlagen Engelsdorf und Dresden-Friedrichstadt an Aufgaben und damit an Bedeutung verloren.

Norddeutschland Rostock Seehafen (32) Hamburg: Maschen Rbf (Neubau 1977, nach Umbau, 40 + 48Anonymus: Mehr Volumen. In: DB Welt (Mitarbeiterzeitung, ohne ISSN), Nr. 10/2012, Seiten 8/9 Vorher 48 + 64; größter Rbf in Deutschland) Osnabrück Rbf (34) Hannover: Seelze Rbf (17 + 34) Bremen Rbf: (41) ohne Ablaufbetrieb, Zugbildung im Umsetzverfahren in der Richtungs- und Ausfahrgruppe, Drehscheibe der Automobilverkehre von ARS Altmann Ostdeutschland Potsdam: Seddin Gbf (28 + 15) Senftenberg (Südberg 19, Nordberg stillgelegt) Mitteldeutschland Halle (Saale) Gbf (36) Leipzig: Leipzig-Engelsdorf (Sa.) (26, Ablaufbetrieb Dezember 2018 eingestellt) Dresden-Friedrichstadt (seit 1929 optimierter Betrieb mittels Seilablaufanlage; seit 2009 ohne Ablaufbetrieb, Zugbildung in früherer Ausfahrgruppe im Umsetzverfahren) Bebra Rbf (seit Anfang 2010 ohne Ablaufbetrieb, Zugbildung im Umsetzverfahren) Kassel Rbf (veraltete Anlage: 11 + 5 + 2, + 9 lange und 4 kurze Stumpfgleise) Westdeutschland Ruhrgebiet: Hamm (Westf) Rbf (14, war jahrzehntelang Europas größter Rangierbahnhof) Herne: Herne-Wanne-Eickel Hbf (Westberg des ehemals zweiseitigen Rbf: 26, davon 4 Zechenbahn-Übergabegleise; Ostberg: Ablaufbetrieb eingestellt, aber noch Abstoßbetrieb) Oberhausen-Osterfeld (40 + 20, Westberg in 12/2008 reaktiviert, Ablaufbetrieb aufgrund Wirtschaftskrise wieder eingestellt) Schwerte (Ruhr) (16) Hagen-Vorhalle (40) Siegerland: Kreuztal Gbf (19) Köln: Gremberg (31 + 32); Köln-Kalk Nord (24) Koblenz-Lützel (12) Mainz/Wiesbaden: Mainz-Bischofsheim (22; der Bahnhof liegt nicht in den politischen Grenzen der Stadt Mainz in Rheinland-Pfalz, sondern in der selbständigen hessischen Gemeinde Bischofsheim) Süddeutschland Mannheim Rbf (42 + 41; zweitgrößter Rbf in Deutschland) Stuttgart: Kornwestheim Rbf (35) Saarbrücken Rbf: (36) Ablaufanlage ausgebaut, Zugbildung im Umsetzverfahren, kombinierte Richtungs- und Ausfahrgruppe, welche in Ost (13) und West (23) getrennt ist Neunkirchen (Saar) Hbf: (18) Ablaufberg mit Gleisbremse, Stellwerk und Einfahrgruppe stillgelegt/abgebaut, Zugbildung im Umsetzverfahren Kaiserslautern: Einsiedlerhof Rbf: (12) Ablaufberg vorhanden und in Nutzung, nur noch EOW-Bereich Nürnberg Rbf (60; drittgrößter Rbf in Deutschland) Ingolstadt Hbf (20) München Nord Rbf (40)

Benelux-Länder Niederlande Rotterdam: Kijfhoek (43, an der Betuweroute und an der Bahnstrecke Breda–Rotterdam zwischen Barendrecht und Zwijndrecht) Belgien Antwerpen-Noord (40 + 56) Gent-Zeehaven (32) Luxemburg Bettemburg: Bettembourg-Triage (28)

Frankreich Der Einzelwagenverkehr in Frankreich sollte bis 2015 aufgegeben werden. Stattdessen wurde er durch das Multi Lots Multi Clients-Konzept ersetzt, welches auf bestellte Mindestmengen hin optimiert ist., 19. Dezember 2011

Dabei wird der Verkehr in vier Güterbahnhöfen (Le Bourget, Woippy, Sibelin und Miramas), die durch Shuttle-Züge miteinander verbunden sind, gesammelt.FRET SNCF’S SINGLE WAGON LOAD OFFER IN EUROPEPrésentation de l’organisation nationale du Multi Lots Multi Clients Dünkirchen: Dunkerque (32) Paris: Le Bourget (48) Metz: Woippy-Triage (48; größter Rangierbahnhof Frankreichs) Lyon: Sibelin-Triage (44) Marseille: Miramas (48)

Alpenländer

Schweiz: Basel SBB RB (Rangierbahnhof Basel-Muttenz in Muttenz) (32 [Reduzierung von 43 auf 32 im Rahmen der Modernisierung von 2010 bis 2013] + 16 [Reduzierung von 32 auf 16 im Rahmen der Modernisierung 2017 bis 2019]) Buchs SG (16) Zürich: Rangierbahnhof Limmattal (RBL), zwischen Spreitenbach und Dietikon (64) Rangierbahnhof Lausanne (bei Denges) (38) Chiasso Smistamento (24) Österreich: Wien Zvbf (48) Villach Süd Gvbf (40) (in Fürnitz) Graz Vbf (21) (im Nordwesten) Linz Vbf (29) Salzburg Gnigl Vbf (22) Wels Vbf (30) (im Norden) Hall in Tirol (für Innsbruck, 20) Slowenien Ljubljana: Zalog (39)

Südosteuropa Kroatien Zagreb ranžirni kolodvor (48)