Spialia doris ist ein Schmetterling aus der Familie der Dickkopffalter (Hesperiidae).

Merkmale Die Vorderflügellänge der Unterart Spialia doris daphne beträgt ungefähr zwölf Millimeter. Die Oberseite beider Flügelpaare ist braunschwarz gefärbt und weist eine vollständige Reihe von weißen Submarginalflecken auf, der Diskoidalfleck ist halbmondförmig. Der Fleck in Zelle sieben auf der Unterseite der Hinterflügel ist gut vom großen weißen Diskoidfleck getrennt.

Vorkommen Spialia doris wurde auf der Mittelmeerinsel Ustica gefunden und ist verbreitet von Nordwestafrika bis nach Ägypten,R. Verovnik, S. Beretta, M. Rowlings: Contribution to the knowledge of the spring butterfly fauna of the southern Anti-atlas region, Morocco (Lepidoptera: Papilionoidea). In: SHILAP Revista de lepidopterología, Band 46, Nr. 181, 2018, S. 81–90. häufig in der Dhofar-Region, auf der Sinai-Halbinsel,Dubi Benyamini: The butterflies of the Sinai peninsula (Lep. Rhopalocera). In: Nota lepidopterologica, Band 7, Nr. 4, 1984, S. 309–321 (PDF). auf der Arabischen Halbinsel,Michael Seizmair: Wiederfunde einiger bemerkenswerter Lycaeniden-und Hesperiiden-Arten auf der Arabischen Halbinsel mit der Neubeschreibung von Cigaritis dhofarina spec. nov. In: Atalanta, Band 48, Nr. 1–4, September 2021 (PDF). allerdings nur selten vorkommend im Nord-Oman, häufiger im Jordantal und im südlichen Iran sowie in Indien verbreitet. Besiedelt werden sehr heiße, trockene Schluchten mit karger Vegetation. Im Atlas-Gebirge tritt die Art von 400 bis 1750 Meter Seehöhe auf. In der Thar-Wüste wurde er 2021 nach 67 Jahren wiederentdeckt. Funde in Zentralasien wurden beschrieben.V. V. Dubatolov, P. Ya Ustyuzhanin: Spialia doris (Lepidoptera, Hesperiidae) une nouvelle espèce pour la faune d'URSS. In: Vestnik zoologii, Nr. 4, 1984, S. 81–82.

Lebensweise Die Imagines fliegen in zwei Generationen von Ende März bis Mai und von Ende August bis September. Ihr Flug ist sehr schnell und knapp über dem Boden. Die Raupen ernähren sich von Winden (Convolvulus) und unterscheiden sich damit von ähnlichen Arten wie Spialia mafa. Verschiedene Windenarten wurden als Futterpflanzen nachgewiesen: Convolvulus lanatus, Convolvulus caputmedusae und Convolvulus trabutianus.

Belege Einzelnachweise Peter J. Cowan, Elaine M. Cowan: A checklist of the butterflies of Dhofar, Oman and a record of the common evening brown butterfly Melanitis leda (Linnaeus, 1758) in Dhofar. In: Tribulus, Band 27, 2019, S. 57.

Shyam Sundar Meena, Anil Tripathi, Vijay Kumar Koli, M. Akram Awan: Rediscovery of the rare desert grizzled skipper Spialia doris evanida Butler, 1880 (Hesperiidae: Pyrginae) from the Thar Desert, Rajasthan, India. In: Journal of Threatened Taxa, Band 13, Nr. 3, 2021, S. 18042–18044, (PDF). Herbert H. H. Otto: A new larval host plant record for Spialia mafa (Trimen, 1870) in Oman, Arabian Peninsula. In: Metamorphosis, Band 27, 2016, S. 44–45 (PDF). Michael Seizmair: Einige Erstmeldungen zur Noctuidea-Fauna der Insel Ustica. In: Atalanta, Band 47, Nr. 3/4, 2016, 521–534 (PDF).

Literatur

Weblinks Matt Rowlings: European Butterflies (englisch) Russian Butterflies (englisch)

Kategorie:Dickkopffalter Kategorie:Hesperiidae