mini|Aussenansicht Die reformierte Kirche in Zizers im Churer Rheintal ist ein evangelisch-reformiertes Gotteshaus unter dem Denkmalschutz des Kantons Graubünden. Letztmals restauriert wurde sie 1996/97.
Geschichte und Ausstattung Ersturkundlich bezeugt ist die Kirche 1340 unter dem Patrozinium von St. Andreas. Mit Beginn der Bündner Wirren Anfang des 17. Jahrhunderts bildete sich in Zizers eine reformierte Kirchgemeinde, die in der Minderheit blieb, sich jedoch behaupten konnte, so dass Zizers zu einem der in Graubünden seltenen paritätischen Dörfer wurde.
Etwa drei Jahrzehnte wurde die grosse St. Peter und Paul-Kirche an der Hauptstrasse simultan von beiden Konfessionen genutzt, bevor 1644 St. Andreas an die Reformierten übertragen wurde. 1711 wurde eine Vergrösserung auf die heutigen Ausmasse gemäss den Anforderungen einer reformierten Predigtkirche nötig. 1907 wurde der Turmhelm der Kirche mit Kupfer überzogen.
Die Orgel auf der Empore im hinteren Teil der Kirche ist neueren Datums und wurde 1980 von der Manufaktur Orgelbau Felsberg gebaut. Sie verfügt über neun Register auf einem Manual und Pedal. Sie löste ein Vorgängerinstrument von 1891 der Orgelbau Kuhn AG ab, das 1950 von Willy Büttikofer umgebaut worden war.Orgelverzeichnis Schweiz: Reformierte Kirche Zizers
Im Kirchturm mit Spitzhelm hängen vier Glocken. Die vierte und kleinste Glocke mit einem Gewicht von 225 Kilogramm wurde in der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr gegossen und am 17. September 2011 aufgezogen und eingeweiht.Bartholomè Hunger: Ein Musikinstrument aus dem Ofen. Kultur - Die Zizerser Pfarrkirche erhielt eine vierte Glocke, in: Terra Grischuna 6/2011, S. 60–63 Sie ersetzt eine Glocke, deren Fehlen bei Renovationsarbeiten einige Jahre zuvor festgestellt wurde.Stefanie Studer, Zizers hat nun vier Glocken. Südostschweiz, 8. September 2011
Pfarrer seit 1834 1834–1842: Johann Georg Monsch 1842–1853: Emil Obergehtmann 1853–1856: Hermann Schuster 1856–1871: Gabriel Marty 1871–1874: Andreas Baumgartner 1874–1881: Johann Durisch 1881–1883: Daniel August Ludwig 1883–1911: Martin Klotz 1911–1928: Joos Roffler 1928–1930: Oskar Zanetti 1930–1931: Sigmund Lechner 1931–1941: Karl Trippel 1941–1945: Konrad Niederer 1945–1949: Leo Mayer 1949–1954: Paul Hassler 1954–1959: Christoph Burkhardt 1959–1969: Jakob Grest 1969–1981: Peter Friedrich Felix 1981–1990: Rudolf Wöhrle 1990–1991: Thomas Mory und Georg Leiberich (Provisoren, siehe hierzu Bündner Synode) 1991–1993: Arno Herrmann (Provisor) 1993–1999: Hans-Joachim Kuhn 1999–2002: Stefan Hügli (Provisor) 2001–2003: Jan Andrea Bernhard (Provisor) 2003–2009: Jens Köhre 2006–2009: Evelyn Cremer 2009–2024: Heinz-Ulrich Richwinn seit 2024: Adorján Török-Csingó (Provisor)
Kirchliche Organisation Die Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden führt Zizers, das von 1974 bis 2001 in Pastorationsgemeinschaft mit den anderen Gemeinden der Fünf Dörfer stand, als eigenständige Kirchgemeinde.
Weblinks
Die Chronik der reformierten Zizerser Kirche auf der Homepage der Kirchgemeinde Kurzvorstellung auf der Homepage der politischen Gemeinde Zizers
Einzelnachweise
Zizers Zizers, Reformierte Kirche Kategorie:Zizers Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Graubünden Zizers