Schmalenbach (fränkisch: SchmalmbaE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 169.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Schmalenbach liegt in der Gemarkung Lehrberg.

Geografie Der Weiler und die Schmalenbacher Mühle liegen an der Fränkischen Rezat. Es münden dort das Erlbächlein, der Weihergraben und ein namenloser Bach als rechte Zuflüsse. 1 km nordöstlich erhebt sich der Buhlsberg (), 1 km westlich liegen die Fluren Heer und Süßfeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hürbel am Rangen (2,5 km westlich), nach Steinersdorf (1,2 km südlich) und zur Bundesstraße 13 (0,4 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt zur Schmalenbacher Mühle (0,3 km nordwestlich).

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als „Smalembach“. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, womit die Fränkische Rezat, die in unmittelbarer Nähe zum Ort verläuft, bezeichnet wurde.

Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Schmalenbach 8 Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (2 Anwesen), der Bürgermeister und Rat zu Ansbach (2), ein Herr von Ayrer (3) und ein Herr Flechtner (1). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 129, 3485. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 692.

Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schmalenbach 8 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Ansbach als Grundherrn (Hofkastenamt Ansbach: 2 Höfe, 3 Güter, 1 Mühle; Ansbacher Rat: 1 Halbhof, 1 Gütlein). Neben diesen Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 909. Es gab zu dieser Zeit 10 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 147. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1017.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schmalenbach dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen zugeordnet. Mit der Neubildung des Steuerdistrikts Neuses bei Ansbach am 23. Juni 1810 erfolgte der Wechsel dorthin. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Neuses bei Ansbach an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Im Zuge des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Schmalenbach nach Lehrberg umgemeindet, am 16. August 1840 wurde es an die neu gebildete Ruralgemeinde Zailach überwiesen.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 949. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Lehrberg eingemeindet.

Baudenkmal ehemalige Mühle, 1688, Fachwerkobergeschoss frühes 19. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2008Einwohner 59 71 59 75 69 65 70 84 45 43 38 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 14 10 10 10 10 9 8 Quelle Schmalenbach: 49 Einwohner, 9 Feuerstellen; Schmahlenbachsmühl: 10 E., 1 F. Schmalenbach: 55 Einwohner, 13 Häuser; Schmalnbachermühle: 16 E., 1 H. Schmalenbach: 69 Einwohner; Schmalnbachermühle: 6 E. Schmalenbach: 62 Einwohner, 9 Wohngebäude; Schmalnbachermühle: 7 E., 1 Wgb.

Religion Schmalenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Lehrberg) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert Kategorie:Ort an der Fränkischen Rezat