mini|Pfarrkirche St. Antonius in Linderode. Lipinki Łużyckie (, ) ist ein Dorf im Powiat Żarski der Woiwodschaft Lebus in Polen. Es ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit etwa 3370 Einwohnern.

Wappen Beschreibung: Im vorn Silber gespaltenen und hinten in Grün und Rot geteilten Wappen ist ein grünes Lindenblatt und hinten eine goldene Kornähre.

Geschichte Das Gemeindegebiet zählte bis 1945 zum Deutschen Reich, Landkreis Sorau, Provinz Brandenburg.

Das Dorf war als Vasallendorf der Herrschaft Sorau schon früh in mehrere Lehensanteile aufgeteilt, mit denen verschiedene ritterliche Geschlechter belehnt waren, u. a. die von Schönaich (ca. 1458–1521), von Unwürde, von Jauernitz, von Oppel, von Kittlitz, von Rackel.

Seit Ausgang des 16. Jahrhunderts sind teils fünf (Stand 1879) selbständige Güter deutlich: Ober-Linderode Anteil A: (1834 bis 1945 Freiherren von Wackerbarth-Bomsdorff) Mittel-Linderode Anteil B: I (häufiger Wechsel) und II (v. Rackel vor 1601 bis 1739, im Erbweg von Bomsdorff und später Wackerbarth-Bomsdorff, bis 1872), sowie: Mittel-Linderode Anteil C: Kilian Bertram Thomas (1879) Nieder-Linderode Anteil D: u. a. Hauptmann a. D. Theodor Paul Dame (1879) Reprint: ISBN 3-226-00787-4. Nieder-Linderode-Anteil E: (v. Berge bis 1649, v. Raußendorf, v. Blankenstein, v. Rabenau, v. Steindel, v. Schönermarck, v. Schlichting).Siehe Literatur: Rudolf Lehmann: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz. Band 2, Marburg 1979, S. 370.

1914 bestanden weiterhin die fünf Güter am Ort. Von Linderode A bis D hatten sie den Status eines Rittergutes, Linderode E mit 12 ha war nur ein Kleingut, deren Flächen gehörten zur Gemeinde.Ernst SeyfertGüter-Adreßbuch der der Provinz Brandenburg. . Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts, Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. Hanbuch der Königlichen Behörden. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher. Band VII, 2. Auflage, Band Regierungsbezirk Frankfurt a. O., Kreis Sorau, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 352–353.

1929 gab es fünf Rittergüter. (A) Major Freiherr von Wackerbarth (Pächter W. Lindstedt), B-Carl Wolde, C-Alfred Brase, D-Marie Erna Wirth und (E) die Erben des E. von Schoenermark (Verwalter K.-H. von Schoenermark-Schreibweise hier Schönermarrk) waren die Besitzer. Des Weiteren bestanden Bauernhöfe zwischen von 12 und 14 ha, im Eigentum von Benno Lange und Albert Plettig.Vgl. Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. . Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20 ha aufwärts. Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adressbücher. Band VII, 4. Auflage, (Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Verlag Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 280.

Gemeinde Zur Landgemeinde (gmina wiejska) Lipinki Łużyckie gehören zehn Dörfer mit Schulzenämtern.

Persönlichkeiten Fabian von Schoenaich (1508–1591), Feldherr, kaiserlicher Kriegsrat Adolf von Blankenstein (1655–1694), fürstlich-sachsen-weißenfelsicher Amtshauptmann des Amtes Sachsenburg Otto von Wackerbarth genannt von Bomsdorff (1823–1904), Gutsbesitzer zu Linderode und Güter b. Cottbus, Politiker Fritz Emil Irrgang (1890–1951), Politiker (NSDAP, später FDP), Oberbürgermeister von Bottrop, Bocholt, Recklinghausen Heinz Kluge (1924–2014), Politiker (SED), Oberbürgermeister von Cottbus.

Literatur Rudolf Lehmann: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz. Band 2: Die Kreise Cottbus, Spremberg, Guben und Sorau. Biblio-Scout-PDF Hrsg. Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Marburg 1979, S. 369–370.

Quellen CompGen e.V Berlin / GOV.Genealogy.net: Linderode Meyersgaz.org: Mittel Linderode-Sorau, Frankfurt, Brandenburg, Preussen Rolf Jehke-Herdecke-Territorial.de: Amtsbezirk Linderode, Stand 26. Februar 2018 Deutsche Digitale Bibliothek: Linderode, Kr. Sorau - Grundbuch Bd. D bzw. Bd. 4 (vormals Hypothekenbuch von Mittel-Linderode, v. Wackerbarth'scher Anteil, Bd. 2)-Bezug (BLHA Potsdam) Archivportal-D: Bahnstrecke Cottbus - Sagan. Bahnhof Linderode. Lageplan der Gemarkungen Nieder Linderode und Mittel Linderode. Zustand 1924

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus Kategorie:Gmina Lipinki Łużyckie Kategorie:Ort in der Niederlausitz