mini|Tristan Brusch auf dem ZMF 2018 in Freiburg Tristan Friedrich Brusch (* 1988 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Popmusiker.
Privates Seine Eltern waren ebenfalls beide Musiker, der Vater berufsmäßiger klassischer Violinist, die Mutter Pianistin.Tristan Brusch (DE), Profil des Musikers beim HaldernPop-Festival, abgerufen am 11. Juni 2018. Brusch wuchs in Tübingen auf, lebt und arbeitet jedoch in Berlin.
Werdegang Von etwa 2005 bis 2007 war Tristan Brusch Gitarrist in der Schülerband "Buddha's Chocolate Company" aus Tübingen. 2008 veröffentlichte er sein erstes Album My Ivory Mind. Erste größere Bekanntheit erlangte er 2012, als die Hip-Hop-Gruppe Die Orsons für ihren Song Jetzt ein Gitarrensample aus Bruschs Lied Little Funny Man nutzten. Es folgten mehrere Kollaborationen mit den Orsons, insbesondere mit dem Rapper Maeckes, für dessen Album Tilt (2016) Brusch die Musik komponierte. 2015 veröffentlichte Tristan Brusch seine Fisch EP. Er arbeitete außerdem zusammen mit Musikern wie Cro, Mine, Oehl und Fatoni.
Am 8. Juni 2018 erschien Bruschs erstes deutschsprachiges Album Das Paradies auf Downbeat Records, exklusiv lizenziert für die Warner Music Group Germany. Die Rezensentin des Intro-Magazins charakterisierte den Stil als „emotionsgeladenen, detailverliebten Trashpop“ und lobt, der Musiker halte damit „die Balance zwischen Enthusiasmus und Erschrecken, Extravaganz und Experiment“.Miriam Fendt: , Album-Rezension zu Das Paradies in Intro vom 8. Juni 2018, abgerufen am 11. Juni 2018.
Sein zweites Album Am Rest wurde am 29. Oktober 2021 unter dem Berliner Indie-Label Bube Dame König Artist veröffentlicht. In einem Interview mit Rolling Stone Germany betonte Brusch den stilistischen Einfluss durch Tom Waits' Album Rain Dogs. Zudem offenbarte er den „oldschool“ Ansatz, den die Aufnahmen dank Produzent Tim Tautorat aufwiesen und laut ihm im Kontrast zu vielen modernen Produktionen stünden. Jens Uthoff zeichnete das Album in Musikexpress mit 4.5/6 Sternen aus und lobte, dass Brusch viel über die Liebe sänge, „aber immer so, dass es völlig anders klingt als das meiste, was man aus der deutschen Poplandschaft aus diesem Spektrum kennt.“
Ab Februar 2022 war Brusch zudem an der Inszenierung von Woyzeck unter dem Theater- und Opernregisseur Ersan Mondtag beteiligt, für die er die Musik beisteuerte. Die Songs wurden als Studioversionen unter dem Titel Woyzeck am 22. September 2023 als Album veröffentlicht und das Stück selbst feierte einen Tag später am Berliner Ensemble seine Premiere.
Am Wahn, Bruschs drittes Album, erschien am 24. März 2023 auf Tautorat Tonträger, dem Label des Produzenten der letzten beiden Alben in Bruschs Diskographie. In einer positiven Kritik für Die Zeit beschrieb Moritz Hackl die Musik auf dem Album als „[...] eingängig, aber nicht einfach, klug konstruiert, aber nicht zu schlaumeierig.“ Ina Simone Mautz beschrieb Am Wahn in einer ebenfalls positiven Kritik für Rolling Stone als „große Geste, großes Drama, grandioses Songwriting“ und „Wahnsinnig gut!“. Die Jury des Tagesspiegel und Radio eins kürten das Album mit dem Soundcheck Award zum besten Album 2023.
Am 14. August 2025 kündigte Brusch sein nächstes Album Am Anfang und eine damit verbundene Tour an. Eine erste Single des Albums, Grundsolider Schläger veröffentlichte er einen Tag später. Das Album selbst erschien am 24. Oktober 2025.https://tristanbrusch.de/home Es wurde 2026 mit dem Preis für Popkultur als Lieblingsalbum ausgezeichnet.
Diskografie
Alben und EPs 2008: My Ivory Mind 2015: Fisch (EP) 2018: Das Paradies 2019: Operationen am faulen Zahn der Zeit (EP) 2021: Am Rest 2023: Am Wahn 2023: Woyzeck 2025: Am Anfang
Singles und Musikvideos 2004: Where’s Heaven 2007: The Peacock 2008: My Ivory Mind 2008: Ballerino 2009: Sunshine Reggea Rainbow Rapist 2012: You, True 2015: Fisch (EP) 2018: Hier kommt euer bester Freund 2018: Loch 2018: Zuckerwatte 2018: Tier 2018: Trümmer 2019: Die Moritat vom Schweighöfer 2019: Weihnachtszeit Traurigkeit 2021: Zwei Wunder am Tag 2021: Der Abschaum / 2006 2023: Oh, Lord 2025: Grundsolider Schläger 2025: Vierzehn 2025: Geboren um zu sterben
Preise und Auszeichnungen 2026:
Preis für Popkultur (Gewinner in der Kategorie "Lieblingsalbum") GEMA Musikautor*innenpreis (Nominierung in der Kategorie "Text Singer/Songwriter")
Weblinks
Webpräsenz von Tristan Brusch
Einzelnachweise
Kategorie:Popmusiker Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Mann